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Phonovorstufe für MM- und MC-Systeme mit neun Abschlusswiderständen, drei Entzerrkurven und Farb-Touchscreen. Speichert je ein Profil für ein MM- und ein MC-System, sodass der Wechsel des Tonabnehmers eine Berührung ist.
Der Einstieg bei Gold Note – MM und MC, drei Entzerrkurven, Touchscreen
Unter tausend Euro wird bei Phonovorstufen normalerweise gespart, und zwar an der Anpassbarkeit. Man bekommt eine feste Verstärkung, einen festen Abschlusswiderstand, und wenn der Tonabnehmer nicht dazu passt, hat man Pech. Die PH-5.2 hält das Gegenteil dagegen: neun Abschlusswiderstände von 10 Ohm bis 47 Kiloohm, Verstärkung von 40 dB für MM bis 60 dB für MC, und drei Entzerrkurven für Platten, die vor der Durchsetzung des RIAA-Standards geschnitten wurden.
Bedient wird über einen Farb-Touchscreen an der Front – in dieser Preisklasse ungewöhnlich, denn üblich sind Kleinschalter auf der Rückseite. Die PH-5.2 merkt sich außerdem zwei Tonabnehmerprofile, eines für MM und eines für MC. Wer zwischen zwei Systemen wechselt, tippt einmal, statt jedes Mal Verstärkung und Abschluss neu einzustellen.
Gold Note beschreibt die 5.2 ausdrücklich nicht als Modellpflege, sondern als Neukonstruktion: neues Gehäuse aus sandgestrahltem, schwarz eloxiertem Aluminium, das nach Herstellerangabe weniger mit Magnetfeldern in Wechselwirkung tritt, und ein kräftigeres internes Netzteil. Ein Infraschallfilter mit 36 dB pro Oktave lässt sich zuschalten. Der Ausgang liegt sowohl symmetrisch auf XLR als auch unsymmetrisch auf Cinch an – auch das ist unterhalb von tausend Euro nicht selbstverständlich.
Ein Unterschied zur größeren PH-10 sollte klar sein: Die PH-5.2 hat einen Eingang. Wer zwei Laufwerke oder zwei Tonarme gleichzeitig anschließen will, braucht die PH-10.
Hinweis in eigener Sache: Die PH-5.2 ist erst im Frühjahr 2026 in den Handel gekommen. Einen unabhängigen Testbericht gibt es zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht – was im Netz kursiert, sind Ankündigungen und Händlertexte. Die Auszeichnungen der Vorgängerin PH-5 führen wir hier bewusst nicht auf, denn die PH-5.2 ist ein anderes Gerät. Sobald ein echter Test erscheint, ergänzen wir ihn an dieser Stelle.
Für alle, die einen ordentlichen Plattenspieler haben und feststellen, dass der eingebaute Phonoeingang des Verstärkers die Grenze ist. Die PH-5.2 kostet weniger als die meisten Tonabnehmer, die man daran betreibt, und lässt sich trotzdem an jedes System sauber anpassen. Wer zwei Laufwerke anschließen will oder ein sehr leises MC-System fährt, sollte gleich zur PH-10 greifen. Und wer Wert auf einen belegten Testbericht legt, wartet bei diesem Gerät noch – wir sagen das lieber, als es zu verschweigen.
| Eingang | 1 × Cinch, MM und MC |
| Verstärkung | 40 dB (MM) / 60 dB (MC), je 4 Stufen: 0 dB, +3 dB, ±6 dB |
| Abschlusswiderstand | 9 Stufen: 10, 22, 47, 100, 220, 470, 1000 Ω, 22 kΩ, 47 kΩ |
| Entzerrkurven | RIAA, Decca London, American Columbia – je auch als Enhanced (bis 50 kHz) |
| Infraschallfilter | 10 Hz, 36 dB pro Oktave, zuschaltbar |
| Ausgänge | 1 × Cinch unsymmetrisch, 1 × XLR symmetrisch |
| Ausgangsimpedanz | 50 Ω |
| Störabstand | 89 dB |
| Klirrfaktor | < 0,05 % |
| Bedienung | Farb-Touchscreen, Speicher für ein MM- und ein MC-Profil |
| Netzteil | intern; extern aufrüstbar mit Gold Note PSX-5.2 (nicht im Lieferumfang) |
| Leistungsaufnahme | 10 W |
| Abmessungen | 200 × 80 × 260 mm (B × H × T) |
| Gewicht | 1,2 kg |
| Ausführung | Schwarz – Aluminium eloxiert und sandgestrahlt |
| Herstellungsort | Toskana, Italien |