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Auf einen Blick
Meze Audio POET: offener Planar-Kopfhörer mit dem Rinaro-Treiber MZ6, der die Technik von Liric und Elite vereint – leicht anzutreiben, komplett zerlegbar und mit dem EISA Award 2025-2026 ausgezeichnet.
Auf einen Blick
Offener Planar-Kopfhörer mit dem Rinaro-Treiber MZ6 – die Treibertechnik des Elite in kompakter Form
Der POET ist der kompakte offene Planar-Kopfhörer von Meze Audio. Er kam im Februar 2025 auf den Markt und steht in der Meze-Reihe zwischen dem geschlossenen Liric II und dem Empyrean II. Meze wollte nach eigener Aussage einen kleineren offenen Planar bauen, der klanglich an die Flaggschiffe heranreicht. Dafür hat Rinaro Isodynamics einen eigenen Treiber entwickelt, den MZ6, eine Synthese aus dem MZ4 des Liric und dem MZ3SE des Elite.
Das Äußere ist unverkennbar Meze: ein Chassis aus Magnesium, ein Gitter aus Stahl in Kupferton, ein Kopfband aus Titanlegierung mit Auflage aus Wildleder. In der Fachpresse kam der POET gut an. Er erhielt unter anderem den EISA Award 2025-2026 als Premium-Kopfhörer, den hi-fi+ Award 2026 und den T3 Award 2026 als bester kabelgebundener Kopfhörer.
Der MZ6 ist oval, misst 92 × 63 mm und wiegt 73 g. Die Membran aus dem Material Parus wiegt nur 0,06 g bei einer aktiven Fläche von 3.507 mm². Die Neodym-Magnete sitzen symmetrisch auf beiden Seiten der Membran. Wie beim Elite sind die Leiterbahnen zweigeteilt: Im oberen Teil liegt ein Zickzack-Muster für den Bass, direkt vor dem Gehörgang ein Spiralmuster für Mitten und Höhen. Rinaro montiert und prüft jeden Treiber von Hand in der Ukraine.
Dazu kommt das AMTS (Acoustic Metamaterial Tuning System), das Meze von Dan Clark Audio lizenziert hat. Ein Metallteil deckt einen Teil der Öffnungen im Treiberrahmen ab und dämpft so Spitzen im Hochton. Den Klang beschreibt Meze als luftig in den Stimmen, präzise im Bass und natürlich in der Tonalität, mit einem leichten Glanz in den Höhen.

Mit 405 g liegt der POET zwischen Empyrean II (385 g) und Elite (430 g), ein Leichtgewicht ist er also nicht. Das Gewicht trägt ein Rahmen aus Titanlegierung mit einer breiten Auflage aus Wildleder. Die Größe stellen Sie über Stangen an den Bügeln ein. Der ganze Kopfhörer lässt sich zerlegen, jedes Teil ist einzeln ersetzbar. Meze gibt 2 Jahre Garantie.
Die Ohrpolster halten magnetisch, wie beim Liric der zweiten Generation. Sie bestehen aus Memory-Schaum, außen mit PU-Leder und innen mit Alcantara bezogen. Ersatzpolster bietet Meze einzeln an.

Mit 55 Ω und 101 dB/mW ist der POET leicht anzutreiben. Für 110 dB Spitzenpegel braucht er rund 8 mW, das schafft schon ein guter USB-DAC mit Kopfhörerausgang. Einen kräftigen Verstärker braucht er nicht.
Wichtiger ist die Ausgangsimpedanz. Die Impedanzkurve des POET verläuft nicht gerade, weil ein Teil der Abstimmung passiv geschieht. Laut den Messungen von headphones.com und SoundGuys verliert er an Verstärkern mit hoher Ausgangsimpedanz, etwa vielen Röhrenverstärkern, hörbar an Höhen. Am neutralsten spielt er an Verstärkern mit niedriger Ausgangsimpedanz, zum Beispiel am RME ADI-2/4 Pro EX oder am Ferrum Erco 2.
Mitgeliefert wird ein Kabel mit 6,3-mm-Klinke. Ein symmetrisches Kabel liegt nicht bei. Für den symmetrischen Betrieb gibt es das Meze-Kupferkabel mit 4,4 mm oder XLR, außerdem unser Arachne-Kabel in Red Panther. Auf der Kopfhörerseite haben beide die passenden 2 × 3,5 mm.

SoundStage! Solo, September 2025 – Reviewers’ Choice
Volle Punktzahl für den Klang: Der Tester beschreibt eine weit offene Darstellung, ausgedehnte Höhen, einen tiefen, linearen Bass und sehr natürliche Einschwingvorgänge. Kritik gibt es für das fehlende symmetrische Kabel.
Ruhig, ausgewogen und entspannt abgestimmt, im Charakter am nächsten am ersten Empyrean. Leicht anzutreiben. Die Bühne ist hoch und tief, aber schmaler als bei Elite und Empyrean II.
TechRadar, Juni 2025 – 4,5 von 5
Hervorragend verarbeitet, mit sehr guter Trennung der Instrumente und schnellen Impulsen. Die Bühne empfindet der Tester als etwas nah.
Neutral, detailreich und mit großer, klar gezeichneter Bühne. Bequem trotz des Gewichts; für sehr kleine Köpfe ist der Rahmen allerdings groß.
Für alle, die einen offenen Planar-Kopfhörer mit der Treibertechnik des Elite suchen, aber weniger ausgeben möchten, und die an einem Transistor-Verstärker oder einem guten DAC mit Kopfhörerausgang hören. Wer vor allem eine sehr breite Bühne sucht, sollte Elite und Empyrean II vergleichen. Wer überwiegend an Röhrenverstärkern mit hoher Ausgangsimpedanz hört, ist mit einem dynamischen Kopfhörer meist besser bedient.
| Bauart | |
| Bauart | offen, ohrumschließend |
| Treiber | Rinaro Isodynamic Hybrid Array MZ6, planarmagnetisch |
| Treibergröße | 92 × 63 mm, oval |
| Membran | Parus, 0,06 g, aktive Fläche 3.507 mm² |
| Abstimmung | AMTS (Lizenz von Dan Clark Audio) |
| Elektrische Daten | |
| Frequenzbereich | 4 Hz – 96 kHz |
| Impedanz | 55 Ω |
| Empfindlichkeit | 101 dB SPL/mW bei 1 kHz |
| Maximaler Schalldruck | über 130 dB SPL |
| Klirrfaktor | unter 0,05 % |
| Mechanik und Anschluss | |
| Gewicht | 405 g ohne Kabel |
| Anschluss am Hörer | 2 × 3,5 mm (mono) |
| Kabel | 2,5 m, Furukawa-PCUHD-Kupfer, geflochten, 6,3-mm-Klinke |
| Materialien | Chassis Magnesium, Gitter Stahl, Kopfband Titanlegierung, Auflage Wildleder |
| Ohrpolster | magnetisch, Memory-Schaum, außen PU-Leder, innen Alcantara |
| Sonstiges | |
| Garantie | 2 Jahre (Meze Audio) |
| Herkunft | Meze Audio, Rumänien; Treiber von Rinaro Isodynamics, Ukraine |