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Nackter Shibata-Diamant auf dem Bronze-Body, 5 mV Ausgangsspannung. Die feinste Abtastung, die man an einem gewöhnlichen MM-Eingang bekommt – und laut LowBeats eine „Mühelosigkeit und Ausgewogenheit, die nur von wenigen MC-Systemen dieser Klasse getoppt wird“.
Shibata-Schliff und 5 Millivolt – das MM, das MC-Käufer ins Grübeln bringt
Das 2M Black ist die Antwort auf eine Frage, die Michael Fremer nach eigener Aussage regelmäßig gestellt bekommt: Warum baut heute niemand mehr ein wirklich hochwertiges MM-System? Seine Antwort lautet seit Jahren „Ortofon 2M Black“.
Der Grund ist der Schliff. Ein Shibata-Diamant mit 6 mal 50 Mikrometern hat eine lange, schmale Kontaktfläche, die tief in die Rillenflanke greift – dieselbe Nadelform, die Ortofon in seinen MC-Systemen bis hinauf zum Cadenza Black verwendet. Nur sitzt sie hier in einem Generator, der 5 Millivolt liefert und an jedem MM-Eingang läuft.
Genau das ist der Punkt: Die Feinheit der Abtastung hängt am Schliff, nicht am Wandlerprinzip. Wer die Auflösung eines guten MC will, aber keine Phonovorstufe mit 60 dB Verstärkung, bekommt sie hier – ohne Rauschen, ohne Anpassungsfragen, mit wechselbarer Nadel.
Zwei Dinge gehören dazu. Erstens: Hi-Fi News misst beim 2M Black seit über einem Jahrzehnt konstant eine leichte Anhebung im Präsenzbereich, etwa 1,5 bis 2 dB. An einer hellen Kette hört man das; What Hi-Fi rät dort zur Vorsicht. Zweitens: Ein Shibata-Schliff reagiert empfindlich auf den vertikalen Winkel. Der Tonarm sollte in der Höhe verstellbar sein.
LowBeats, Holger Biermann, November 2016 – „Überragend“, 4,6
„Denn das Ortofon 2M Black überrascht mit einer Mühelosigkeit und Ausgewogenheit, die nur von wenigen MC-Systemen dieser Klasse getoppt wird.“
Analog Planet, Michael Fremer, April 2021
„When readers ask why “they” no longer manufacture a really high quality moving magnet cartridge, I respond “Ortofon 2M Black”. Its nude Shibata stylus delivers great detail, it’s an effective tracker at 1.5 grams and it outputs a generous 5mVs.“
Übersetzung: Wenn Leser fragen, warum „die“ kein wirklich hochwertiges MM-System mehr bauen, antworte ich: „Ortofon 2M Black“. Sein nackter Shibata-Diamant liefert große Detailfülle, er tastet bei 1,5 Gramm sicher ab und gibt großzügige 5 mV aus.
What Hi-Fi?, März 2011 – 4 Sterne
„The midrange is expressive, and the treble is insightful and vivid. Bass lacks a little definition compared with the higher frequencies, but that’s only a minor quibble. Take care with matching if you’ve a bright-sounding system.“
Übersetzung: Die Mitten sind ausdrucksstark, der Hochton aufschlussreich und lebhaft. Dem Bass fehlt gegenüber den Höhen etwas Definition, ein kleiner Einwand. Vorsicht bei der Anpassung an eine hell klingende Anlage. – Test aus der Markteinführungszeit.
Für alle, die die Auflösung eines feinen Schliffs wollen, ohne in eine MC-Vorstufe zu investieren – und für Sammler alter Platten, denen der Shibata-Schliff Rillenbereiche erschließt, die frühere Nadeln nie berührt haben. Voraussetzung: ein höhenverstellbarer Tonarm und eine Kette, die nicht ohnehin hell ist. Wer es weicher will, nimmt das LVB 250.
| Bauart | Moving Magnet (MM) |
| Ausgangsspannung | 5 mV (1 kHz, 5 cm/s) |
| Nadelschliff | Shibata, nackt |
| Nadelradius | r/R 6/50 µm |
| Nadelträger | Aluminium |
| Nachgiebigkeit | 22 µm/mN |
| Auflagekraft | 1,4–1,7 g, empfohlen 1,5 g |
| Frequenzgang | 20 Hz – 20 kHz, +2/−0 dB |
| Kanaltrennung (1 kHz) | 26 dB |
| Abtastfähigkeit (315 Hz) | 80 µm |
| Innenwiderstand | 1,2 kΩ |
| Induktivität | 630 mH |
| Abschluss | 47 kΩ, 150–300 pF |
| Spulendraht | versilbertes OFC-Kupfer |
| Gewicht | 7,2 g |
| Ersatznadel | Stylus 2M Black; aufrüstbar mit Stylus 2M Black LVB 250 |